In einem typischen Erstrundenspiel mit vielen Irrungen und Wirrungen unterlag die Forster Erste unglücklich gegen den Mitaufsteiger aus Mannheim. Bei konsequenter Ausnutzung der vorhandenen Forster Chancen hätte der Kampf genauso gut umgekehrt ausgehen können.
Als Erster beendete Martin Fohler seine Partie. Nachdem Martin bei einer Abwicklung einen Bauern verloren hatte, spielte sein Gegner ungenau weiter und erlaubte Martin, die Stellung auszugleichen. Daraufhin einigte man sich früh auf ein Remis.
Harald Löffler brachte Forst in Führung, weil sein Kontrahent wegen eines drohenden Bauernverlusts sein Heil in Verwicklungen suchte, aber die investierte Figur dank korrekter Berechnung seitens Harald nicht zurückbekam.
Nach etwas wackeliger Eröffnung mit leichtem Vorteil für seinen Gegenspieler, konnte Karl Dauner anschließend schnell ausgleichen und einigte sich bei beiderseitig knapp werdender Bedenkzeit mit seinem Gegenüber auf die Punkteteilung.
Dasselbe Ergebnis erzielte (leider) auch André Kesselring. In einer aggressiv gespielten Eröffnung hätte André nach einem gegnerischen Fehlzug bereits eine Figur gewinnen können, übersah diese Möglichkeit aber und geriet stattdessen in ein Endspiel, das kaum Siegchancen bot.
Auch Steffen Hoffmann ging gefühlt mit einem halben Punkt zu wenig aus der Partie. Nachdem er lange am Drücker war, geriet er in Zeitnot auf Abwege, konnte seine Stellung nicht mehr zusammenhalten und verlor entscheidend Material.
Mit einem 2,5:2,5 Zwischenstand ging es nach der Zeitkontrolle in die Verlängerung. Und hier gingen letztendlich alle drei noch laufenden Partien verloren, obwohl die Forster Spieler zwei davon hätten gewinnen können.
Arthur Garcia übersah nach einem kapitalen Fehler des Mannheimer Spielers einen Figurengewinn und mühte sich dann in einem schwierig zu verteidigenden Läuferendspiel um das Remis. Leider gelang ihm dies nach wechselvollem Verlauf, bei dem zwischenzeitlich jeder Partieausgang möglich war, nicht und er musste aufgeben.
Auch Markus Wiederspahn besaß nach langem Verteidigungskampf noch Remischancen, konnte diese aber ebenfalls nicht nutzen und reichte nach über 70 Zügen seinem Gegner die Hand zur Aufgabe.
Am tragischsten verlief die Begegnung am Spitzenbrett. Hier hatte Julian Dauner eine Qualität gewonnen und stand in höherem Sinn bereits auf Gewinn. Leider fand er nicht den entscheidenden Hebel, um die gegnerische Stellung aufzubrechen und ließ sich bei knapp werdender Bedenkzeit auf eine Abwicklung ein, die bei richtigem Spiel zum Remis hätte führen sollen. Mit wenigen Sekunden auf der Uhr übersah er im Bauernendspiel den einzigen Rettungszug und verlor sogar noch.
Eine bittere Niederlage für die Forster Erste.
Bericht: Karl Dauner
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