Forst siegt in Karlsruhe 7:1

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir nach Karlsruhe, nachdem wir beim letzten Verbandsrundenspiel in Ettlingen zwei Punkte verloren. Als erster remisierte Wolfram Apel, da seine Stellung verflacht war und nicht mehr herauszuholen war. Auch heute hatten wieder einige Forster Spieler mit der Zeit so ihre Probleme, so daß es für den Mannschaftsführer nicht ganz klar war, was eigentlich Sache war. Doch ausgerechnet die beiden Zeitnotkandidaten Karl Dauner und Markus Wiederspahn meldeten dann völlig unerwartet als erste jeweils einen Sieg. Karl Dauner war mit dem Zweispringerspiel lange der Theorie gefolgt und hatte mit Schwarz ausgeglichen. Am Ende konnte er mit einer Mattdrohung auf der Grundlinie punkten. Gerhard Brückel hatte einen Bauern erobert und gewann später durch Zeitüberschreitung seines Gegners im 39. Zug. Damit waren wir mit 3,5:0,5 in Führung gegangen. An Brett 7 eroberte Enrico Zieger einen Bauern und später die Partie. Damit war bereits der Mannschaftserfolg sichergestellt. Nun konnten die restlichen Partien frei und ohne Druck weitergespielt werden. An Brett 1 remisierte Martin Fohler, da ein offenes Damenendspiel mit wenigen Bauern auf dem Brett stand. Franz Daminger konnte heute seine ansteigende Form erneut unter Beweis stellen. Vereinsvorstand Markus Zieger hatte es mit Altmeister Oskar Nadenau zu tun. In einem vorteilhaften Leichtfigurenendspiel behielt auch er die Oberhand und lieferte als letzter einen Punkt ab. Damit ist uns erneut ein Kantersieg gelungen, der einmal im Meisterschaftskampf noch wichtig werden kann.
Blick in den Spielsaal

Oskar Nadenau - Markus Zieger (0-1)

Stellung nach 41. Sb3 der Partie
"Zieger, E. - Bosch"

Schwarz hatte gerade einen Bauern auf a5 eingestellt und ist nun angesichts der Drohung Sc5+ in Schwierigkeiten. Es folgte Dh7 Sc5+ Kd6 gefolgt von dem Sargnagel e4.

Stellung nach 16... Lxc5 der Partie
"Brückel - Tepper"

In dieser Stellung bringt der Zug 17.a4 Schwarz in Schwierigkeiten. Dumm ist, daß der schwarze Turm auf c8 steht. So fällt -im Falle von bxa4- der a6-Bauer á Tempo. Unternimmt Schwarz nichts geht der b-Bauer abhanden.

Stellung nach 31. Tc5 der Partie
"Strebel - Dauner"

Mit 31... d3 kann Dauner die Schwäche der Grundlinie bloslegen. Nach cxd3 Txd3 ist der Ofen aus.

Stellung nach 24... Sxd6 der Partie
"Daminger - Wermuth"

Es folgte Lb4 Txe2 Txe2 Te8 Td2 Sf5 Td7 Se3 Lc3 Sxc2 Txg7 Te1+ Kf2 1-0 Schneller und eleganter konnte Franz aber mit folgender Variante gewinnen:

Eventualzugwendung der Partie
"Daminger - Wermuth"

Statt Lb4 wie in der Partie hätte auch Te7! Txe7 Txe7 folgen können. Nach Tf7 (siehe Stellung) hätte dann Te6! Td7 Lb4 die Partie unter Ausnutzung der geschwächten Grundlinie entschieden.


Bericht: G. Brueckel